27. Oktober 2014

"Bildung schützt wesentlich vor Armut. Jedes Kind muss daher ein Recht auf optimale Unterstützung und Förderung haben. Alle Kinder müssen auf die Bildungsreise mitgenommen werden, damit kein Talent und keine Begabung verloren geht. Während 21 Prozent der PflichtschulabsolventInnen armutsgefährdet sind, sind es nur neun Prozent der Personen mit Matura. Mehr als die Hälfte der arbeitslosen Wienerinnen und Wiener hat maximal einen Pflichtschulabschluss in der Tasche und österreichweit leben schon heute neun Prozent der Personen mit Pflichtschulabschluss in manifester Armut. Zum Vergleich: Bei Personen mit Matura sind es lediglich drei Prozent. Noch immer wechseln aus bildungsfernen Schichten nur 15 von 100 Kindern nach der Volksschule in ein Gymnasium. Bei Kindern von Akademikerinnen und Akademikern sind es hingegen 69 von 100. Und der Anteil der Studierenden aus niedrigen sozialen Schichten beträgt lediglich 18 Prozent. Im Jahr 1998 waren es noch 26 Prozent. Das heißt, dass Bildungsarmut in Österreich immer noch immer vererbt wird. Das ist untragbar. Bildung ist das Transportmittel für bessere Lebenschancen. Das Kind, seine Entwicklung und seine Zukunftsperspektiven sind dabei in den Mittelpunkt zu stellen: Die Würde des Kindes und die Wertschätzung gegenüber jedem Kind sind das Fundament, auf dem ein nachhaltig erfolgreiches Bildungssystem aufbaut." Msgr. DDr. Michael Landau, Caritas Präsident

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Bildungsbotschafter