19. Dezember 2014

Am Beginn eines Prozesses steht immer eine Idee, der Drang etwas zu verändern, voranzutreiben und zu lernen. Das, gekoppelt mit Kreativität und Zeit, bildet den Treibstoff für Bildung als unverzichtbaren Bestandteil von sozialem und wirtschaftlichem Fortschritt. Wir müssen Diversität zulassen! Kulturaustausch und ein weltoffener Blick sind die wesentlichen Ingredienzien – egal in welchem Alter und auf welcher Stufe im Bildungssystem. Internationalität und die Durchlässigkeit zwischen Landes- und Systemgrenzen erachte ich als Garanten für Fortkommen. Gerade im grenzüberschreitenden „lifelong learning“ haben wir die Chance, uns immer weiter zu bilden. Rollenbilder müssen aufgebrochen werden! Im Volksschul- und Unterstufenalter ist noch keine Differenzierung hinsichtlich der Interessen zu erkennen. Bei der „Kinderuni Technik“ etwa, bei der TU-WissenschaftlerInnen jährlich rund 2.000 Kinder im Alter von 7 bis 12 Jahren betreuen, ist die Verteilung von Mädchen und Burschen 50:50. Die Neugier auf Technik und Naturwissenschaft ist in dieser Altersgruppe - unabhängig ob Bub oder Mädchen - gleichermaßen gegeben. Als Menschenrecht ist Bildung ein hohes Gut. Besonders junge Menschen, die am Anfang oder inmitten ihrer Schulbildung stehen, nehmen durch die intensive Auseinandersetzung mit ihren Interessen und Talenten Impulse auf, die sie prägen. Die Sicherstellung des uneingeschränkten und gleichberechtigten Zugangs zu Bildung ist als wesentlicher Baustein für die Stärkung des Stellenwerts von Bildung zu sehen. Erst sie ermöglicht Unabhängigkeit und gibt Gelegenheit, das eigene Leben zu gestalten. Univ.Prof.DI Dr. Sabine Seidler, Rektorin der Technischen Universität Wien (Fotocredit: Raimund Appel)

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Bildungsbotschafter